AZV Muldental
Startseite Kontakt Impressum Datenschutz
Über uns
Aktuelles
Satzungen
Gebühren / Beiträge
Technik
Ausschreibungen
Grundstücksentwässerung
Stellenangebote
Formulare
Kontakt
 
  Abwasserzweckverband
"Muldental" - Freiberger Mulde
Bahnhofstraße 2
09633 Halsbrücke

Tel. 03731 - 203009-0
Fax 03731 - 203009-20

info@azv-muldental.de
 
 
  Öffnungszeiten:

Montag geschlossen
Dienstag:
9.00-11.30 und 14.00-15.30 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag:
9.00-11.30 und 14.00-18.00 Uhr
Freitag:
9.00-11.30 Uhr
 
 

Grundstücksentwässerung

   
Öffentliche Entsorgung (Abwassernetz):

Der Abwasserzweckverband "Muldental" betreibt die Abwasserentsorgung ab dem 01.01.2014 in einer einheitlichen öffentlichen Einrichtung, unabhängig davon, ob es sich um zentrale oder dezentrale öffentliche Anlagen handelt. Je nach Bebauungs­beschaffenheit sind das eine Schmutzwasserkanalisation, eine Trennkanalisation oder ein Mischsystem. Die Abwässer werden dann zu den dahinter zu errichtenden bzw. vorhandenen Kläranlagen geleitet. Die Kanalisationsarten sind wie folgt gekennzeichnet:
 
1. Die Schmutzwasserkanalisation ist ein Einrohrsystem. Die Druckentwässerung zählt auch darunter. In den Schmutzwasserkanal dürfen nur die Schmutzwässer aus Haushalt, Industrie und Gewerbe eingeleitet werden. Niederschlags- und Drainagewässer sind auf dem Grundstück zu versickern oder in Bäche und Flüsse einzuleiten. Es befinden sich zum Beispiel Schmutzwasserkanalisationen in den Ortsteilen Pretzschendorf und Röthenbach der Gemeinde Pretzschendorf, im Ortsteil Falkenberg der Ge-meinde Halsbrücke und im Stadtteil Kleinwaltersdorf der Stadt Freiberg. In den Schmutzwasserkanal dürfen keine Niederschlags- und Drainagewässer eingeleitet werden.
 
2. Die Trennkanalisation ist ein Zweirohrsystem. Es gibt je einen Kanal für Schmutz- und Niederschlagswasser. In den Schmutzwasserkanal dürfen nur die Schmutzwässer aus Haushalt, Industrie und Gewerbe eingeleitet werden. In den Niederschlagswasserkanal werden die Niederschlags- und Drainagewässer eingeleitet. Falscheinleitungen z.B. Schmutzwasser in den Niederschlagswasserkanal sind zu vermeiden. Trennkanalisationen werden in Orten angewendet, wo keine entsprechende Vorflut vorhanden ist z.B.: Entwässerungsgebiet 1 in Halsbrücke, Siedlung in Großschirma.
 
3. Das modifizierte Mischsystem ist ein Einrohrsystem in das neben Schmutzwasser auch verschmutzte Niederschlagswässer eingeleitet werden dürfen. Unverschmutzte Niederschlags- und Drainagewässer sind auf dem Grundstück zu versickern oder in Bäche und Flüsse einzuleiten. Zur Regenwasserbehandlung sind Regenüberläufe (RÜ) und Regenüberlaufbecken (RÜB) notwendig. Es befinden sich zum Beispiel modifizierte Mischwasserkanalisationen in den Ortsteilen Naundorf, Nieder- und Oberbobritzsch.
 
4. Das klassische Mischsystem ist ein Einrohrsystem, in dem das gesamte Schmutz- und Niederschlagswasser eingeleitet wird. Zur Regenwasserbehandlung sind Regenüberläufe (RÜ) und Regenüberlaufbecken (RÜB) notwendig. Im Stadtteil Siebenlehn der Stadt Großschirma und im OT Hilbersdorf (teilweise) der Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf befinden sich zum Beispiel Mischsysteme.
 
Welches Entwässerungssystem im Anschlussbereich des betreffenden Grundstückes liegt, ist in der Verbandsverwaltung des Abwasserzweckverbandes  Muldental zu erfahren. Für den Anschluss eines Grundstückes an die öffentliche Kanalisation ist ein Antrag beim Abwasserzweckverband zu stellen. Das Antragsformular können Sie auf der Internetseite unter der Rubrik "Formulare" herunterladen. In der Genehmigung, die nach Antragstellung vom AZV erteilt wird, werden die Details für den Anschluss und die Einleitung aufgeführt. Die Ausführung der Hausanschlüsse und was eingeleitet werden darf, ist vom vorhandenen Entwässerungssystem abhängig. Wie folgt sind die Hausanschlüsse auszuführen:
 
1. Schmutzwasserkanal: in der Regel unmittelbar hinter der Grundstücksgrenze nach dem öffentlichen Verkehrsraum wird ein Übergabeschacht gesetzt. Der Übergabeschacht muss frei zugänglich sein und dient der Kontrolle der Schmutzwassereinleitungen.
 
2. Trennsystem: in der Regel unmittelbar hinter der Grundstücksgrenze nach dem öffent¬lichen Verkehrsraum wird für Schmutz- und Niederschlagswasser je ein Übergabeschacht gesetzt.
 
3. Modifiziertes und klassisches Mischsystem: in der Regel unmittelbar hinter der Grundstücksgrenze nach dem öffentlichen Verkehrsraum wird ein Übergabeschacht gesetzt. Man beachte, was in das modifizierte Mischsystem eingeleitet werden darf.
 
Folgende Handhabungen gibt es zur Schnittstelle öffentliche Kanalisation und Grundstückentwässerungsanlage einschließlich der Kostentragung.
 
Der Verband baut vom öffentlichen Kanal (Anschlusskanal) bis einen Meter nach der Grundstücksgrenze des öffentlichen Grundstückes die Hausanschlussleitung. Die Kostentragung fü die Herstellung eines Grundstücksanschlusses ist in der Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung - Abwassersatzung (AbwS) geregelt. Der Hausanschlussschacht (Übergabeschacht) und die Grundstücksentwässerungsleitung errichtet der Grundstückseigentümer. Die geltenden Vorschriften für die Errichtung sind unbedingt einzuhalten (Verlegung, Dichtheitsprüfung etc.). Der Übergabeschacht und die Grundstücksentwässerungsleitung stehen im Eigentum des Grundstückseigentümers.
 
Auf unserer Internetseite finden Sie unter dieser Rubrik  Grundstücksentwässerung  Öffentliche Entsorgung (Abwassernetz) zwei Hinweisformulare zur Ausführung eines Hausanschlusses zum downloaden:
 
Technische Voraussetzungen für den Hausanschluss: download
Technische Informationen zum Schacht: download
 
 
Dezentrale Entsorgung (Bio-Kleinkläranlage / abflusslose Grube):

Als dezentrale nicht öffentliche Abwasseranlagen werden Anlagen zur Reinigung bzw. Sammlung von Abwasser bezeichnet, die sich nicht in öffentlicher Hand befinden, also den Grundstückseigentümern gehören.

Es sind hauptsächlich vollbiologische Kleinkläranlagen in denen das Gesamtabwasser behandelt und das gereinigte Abwasser in ein Gewässer eingeleitet wird. Kann keine vollbiologische Kleinkläranlage errichtet werden, bleibt nur der Bau einer abflusslosen Grube für Gesamtabwasser. Das Gesamtabwasser bzw. der Klärschlamm der Kleinkläranlage ist dem Abwasserzweckverband zu überlassen. Ab dem 01.01.2016 sind nur noch vollbiologische Kleinkläranlagen bzw. abflusslose Gruben für Gesamtabwasser zu betreiben.

Es sind nur Kleinkläranlagen bzw. abflusslose Gruben nach DIN 4261 und mit DIBT-Zulassung (Deutsches Institut für Bautechnik) zu errichten.

 
Genehmigungen:

Für die Einleitung ins Gewässer (Dorfbach oder Grundwasser) ist eine Erlaubnis bei der Unteren Wasserbehörde im zuständigen Landratsamt zu beantragen (§ 91 Sächsisches Wassergesetz - SächsWG) oder bei Einleitung in einen vorhandenen Kanal ist die Erlaubnis beim Kanaleigentümer einzuholen (z. B. Gemeinde, Abwasserzweckverband).


Entsorgung:

Bei der Entsorgung von Klärschlamm aus mechanischen und teilbiologischen Kleinkläranlagen und aus abflusslosen Gruben (TC und WC) ist die jährliche Entsorgungspflicht gemäß § 5 der Fäkaliensatzung des Abwasserzweckverbandes zu beachten.

Die Entsorgung des Schlammes aus privaten Kleinkläranlagen mit vollbiologischer Reinigungsstufe erfolgt bedarfsgerecht, mindestens jedoch aller 3 Jahre. Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Fäkalschlammentsorgung aus privaten Kleinkläranlagen mit vollbiologischer Reinigungsstufe ist, dass die Grundstückseigentümer oder die sonstigen nach § 2 der Fäkaliensatzung Verpflichteten regelmäßig eine fachgerechte Schlammspiegelmessung durchführen lassen und dem Verband bzw. dessen von ihm beauftragten Dritten (Transportunternehmen) den Bedarf für eine Entleerung unverzüglich anzeigen. Das Messprotokoll der jeweiligen Schlammspiegelmessung mit der Angabe der sich im Gesamtsystem befindenden Schlammmenge (erfolgt meist im Rahmen der Wartung) ist unverzüglich dem Verband zuzusenden.

Die Anmeldung der Entsorgung für abflusslose Gruben hat spätestens dann zu erfolgen, wenn diese bis auf 50 cm unter dem Zulauf aufgefüllt sind.

Wird keine Schlammspiegelmessung durchgeführt oder werden die Ergebnisse der Messungen nicht rechtzeitig nach Abs. 3 Satz 1 und 2 der Fäkaliensatzung dem Verband oder dem von ihm beauftragten Dritten mitgeteilt, so erfolgt eine regelmäßige, mindestens jedoch eine jährliche Entsorgung.

Die Entleerung ist nur von dem beauftragten Unternehmen des Verbandes durchzuführen (dazu werden die Transportleistungen in regelmäßigen Abständen ausgeschrieben - Änderungen zur Entsorgungsfirma werden vom Verband im Internet bekannt gegeben oder können telefonisch erfragt werden). Derzeit aktuell ist die Abfuhr direkt bei der Entsorgungsfirma TDG mbH Lommatzsch gemäß nachfolgendem Tourenplan anzumelden:
 
1. im Monat März: Stadtteile Großvoigtsberg, Kleinvoigtsberg, Hohentanne, Ober-gruna und Siebenlehn
2. im Monat April: Stadtteile Großschirma, Seifersdorf, Reichenbach, Rothenfurth und Kleinwaltersdorf
3. im Monat Mai: Ortsteile Hilbersdorf, Conradsdorf, Tuttendorf, Falkenberg und Stadtteil Halsbach
4. im Monat Juni: Ortsteile Naundorf, Halsbrücke und Krummenhennersdorf
5. im Monat Juli: Ortsteile Oberbobritzsch, Niederbobritzsch und Sohra
6. im Monat August: Ortsteil Colmnitz
7. im Monat September: Ortsteile Klingenberg, Pretzschendorf, Friedersdorf, Röthenbach und Stadtteil Burkersdorf
 
Aufgrund folgender Vorteile ist ein Tourenplan sinnvoll: Die Fäkalienentsorgung wird im Verbandsgebiet gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt. Stoßzeiten, wie bisher im 4. Quartal, sollen vermieden werden bzw. entfallen ganz. Die Entsorgungsfahrzeuge und das Klärwerk in Hohentanne werden besser ausgelastet. Entsorgungsprobleme in den Wintermonaten durch Schnee und Eis sollen sich verringern.

 
Entsorgungsbedingungen:

1. Jeder Grubenbesitzer meldet die Entleerung seiner Anlagen spätestens 10 Werktage zum Ende des Vormonats bei unserem ab dem 01.01.2017 neuen Entsorger Berzog Kanalreinigungs-GmbH aus Zschaitz-Ottewig unter Tel.-Nr. 034324 - 23319 an. Dabei werden die Entsorgungsmenge und das Entsorgungsdatum festgelegt.

2. Sollte ein Kunde keinen Wert auf einen genauen Tag legen, kann er auch eine pauschale Entsorgung für den Monat beantragen. Das setzt jedoch voraus, dass die Anlage jederzeit zugänglich und die zu entsorgende Menge festgelegt wird und er auch ohne Unterschrift die Entsorgung anerkennt.

3. Ist ein Kunde zum festgelegten Termin nicht anwesend und eine Entsorgung deshalb nicht möglich, so wir ihm bei einer späteren Entsorgung eine zusätzliche Anfahrt berechnet.

4. Alle abflusslosen Gruben sind vollständig zu entleeren.

5. Der Tourenplan wird jährlich vor seinem Beginn (März) in den Amtsblättern der jeweiligen Mitgliedsgemeinde bekannt gegeben.

6. Eine individuelle Verbringung von Fäkalien, z. B. zur Düngung von Wiesen/Feldern, oder eine Abfuhr durch ein anderes Unternehmen ist verboten.

7. Der Abfuhrrhythmus laut Fäkaliensatzung wird vom AZV "Muldental" überprüft und kann bei Nichteinhaltung zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren und Bußgeldbescheid führen.


Wartung und Eigenkontrolle:

Die Wartung von Kläranlagen hat nach der KKAV (Kleinkläranlagenverordnung - download) zu erfolgen.

Vollbiologische Kleinkläranlagen müssen entsprechend der DIBT-Zulassung mindestens zwei- bis dreimal im Jahr von einem zertifizierten Fachunternehmen gewartet werden. Die Wartungsprotokolle sind beim AZV einzureichen. Eine monatliche Eigenkontrolle ist vom Betreiber selbst durchzuführen und ins Betriebsbuch einzutragen. Der Abwasserzweckver-band ist verpflichtet, dies zu kontrollieren und Verstöße der Unteren Wasserbehörde im je-weiligen Landratsamt zu melden.
 
 
Genaue Auskünfte erhalten Sie in unserer Verwaltung unter folgender Telefon­nummer 03731/203009-18.
 
© - www.azv-muldental.de - All rights reserved.